Sexualität & Partnerschaft - Verhütungsmittel:KondomeI.) Was sie schon immer über Kondome wissen wollen, sich aber nie getraut haben zu fragen
II.) Anwendung 1. Trennen Sie ein Kondombriefchen vorsichtig an der Perforation vom Sreifen ab. Reißen Sie die Folie behutsam in der Mitte ein. Bitte keine Schere verwenden. Achten Sie darauf, daß Ihre Fingernägel nicht eingerissen oder scharfkantig sind. 2. Halten Sie das Reservoir zwischen Daumen und Zeigefinger, und setzen Sie das Kondom auf die Spitze des vollständig erigierten Penis, bevor es zum ersten Kontakt zwischen Penis und Vagina kommt. Im Reservoir könnte sonst beim Gebrauch platzen. 3. Das Kondom muß glatt, ohne Faltenbildung (Gefahr eines Risses) über den erigierten Penis mit etwas zurückgezogener Vorhaut abgerolt werden. Vorsicht bei eingerissenen Fingernägeln oder scharfkantigem Schmuck. 4. Möglichst bald nach dem Samenerguß und vor der Erschlaffung muß der Penis aus der Scheide zurückgezogen werden, ansonsten kann Sperma seitlich entweichen. Halten Sie dabei das Kondom am Gliedansatz fest, damit es nicht abrutscht. ImplanonDas Implanon-Stäbchen ist eine neue Methode zur Empfängnisverhütung, die eine sichere und langanhaltende Wirkung gewährleistet. -)
ist ein kleines flexibles Kunststoffstäbchen ohne Silikon |
SpiraleDie Spirale ist ein kleiner, zarter meist T-förmiger Plastikkörper, dessen senkrechter Arm mit einem feinen Kupfer-Silber-Draht umwickelt ist. Die T-Form mit den flexiblen Ärmchen wurde gewählt, weil sie einfach und schmerzarm einzulegen ist, sich gut in die Gebärmutterhöhle einfügt und dadurch besonders verträglich ist. Zum Ertasten und Entfernen der Spirale durch Ihren Frauenarzt befindet sich am unteren Teil der Spirale ein Kunstftoffaden. PilleDie in der Pille enthaltenen Hormone sind den körpereigenen Hormonen sehr ähnlich. Sie sorgen dafür, daß keine befruchtungsfähigen Eizellen mehr heranreifen. Außerdem ist durch die Einnahme der Pille das Sekret des Gebärmutterhalses um die Zeit des Eisprungs für Spermien undurchlässig und die Gebärmutterschleimhaut nicht für die Einnistung der Eizelle vorbereitet. So kommt es, daß die Pille besonders sicher vor einer Schwangerschaft schützt. Wichtig ist aber eine korrekte Einnahme. Der Frauenarzt kann heute eine Menge verschiedener Pillenpräparate verschreiben mit unterschiedlichen Wirkstoffzusammensetzungen. Die meisten von ihnen sind heute so niedrig dosiert, daß sie einen sicheren Empfängnisschutz bieten und meistens gur verträglich sind. Neben der Minipille und sogenannten Mehrstufenpräparaten gibt es Kombinationspräparate, die jeden Tag zwei Hormonkomponeneten haben, ein Gestage und ein Östrogen. Sie sind so dosiert, daß ein Eisprung sicher unterdrückt wird. Am gebräuchlichsten sind die niedrigdosierte Einphasenpille, die Mikropille genannt wird und über 21 Tage die gleiche Kombination von Östrogenen und Gestagenen enthält. VerhütungspflasterDas 4,5 x 4,5 cm große Verhütungspflaster enthält wie die Pille ein Östrogen und ein Gestagen, die den Eisprung wirksam unterdrücken und so vor einer ungewollten Schwangerschaft schützen. Der Unterschied zur Pille: Das Pflaster wird 3 Wochen hintereinander für jeweils eine Woche aufgeklebt, die 4. Woche ist pflasterfrei.
Als "Klebepunkte" für das Pflaster kommen vier
verschiedene Bereiche am Körper in Frage: der Bauch, das
Gesäß, die Außenseite des Oberarms oder der
Oberkörper (nicht im Bereich der Brüste). Für den Wiener Gynäkologen Johannes Huber ist das Pflaster aus zwei Gründen ein Quantensprung. Erstens umgeht das Östrogen die Leber, wenn es durch die Haut aufgenommen wird. Dadurch werde die starke Produktion von Stressfaktoren in der Leber verhindert. Zweitens unterdrücke die Anwendung über die Haut nicht die natürliche Produktion von Androgenen (männlichen Geschlechtshormonen) der Frau. Dadurch werden Nebenwirkungen vermieden, die bei der Pille vorkommen können: etwa Brustspannen, eine Minderung sexueller Lust oder Gewichtszunahme. Nebenwirkungen: Nur knapp 2% der Probandinnen, hatten das Pflaster wegen Hautunverträglichkeit absetzen müssen. 1,5% litten an Kopfschmerzen und 1,8% klagten über Übelkeit, was lt. Gynäkologen in einem normalen Rahmen liegt. Starke Raucherinnen und Frauen mit Neigung zu Thrombosen müssen vorsichtig sein bzw. kommen dafür nicht in Frage und sollten in jedem Fall mit ihrem Gynäkologen ein Beratungsgespräch führen. Für Frauen, welche die Pille schon über einen längeren Zeitraum einnehmen, können bedenkenlos zu dieser Art der Verhütung wechseln.
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